Unser Leitbild

Die Wurzeln des Christlichen Hilfsdienstes

Die strukturelle Weiterentwicklung des Leitbildes

Das christliche Menschenbild

Der diakonische Auftrag

Der Umgang mit dem Bewohner/Klienten

Der Umgang mit dem Mitarbeiter

Der Umgang mit der Umwelt

Professionelle und effiziente Arbeitsweise

Wirtschaftliche Arbeitsweise

Die Außenwirkung des Christlichen Hilfsdienstes

Die Entwicklung von neuen Dienstleistungen


 

 

Die Wurzeln des Christlichen Hilfsdienstes

 

Die Arbeit des Christlichen Hilfsdienstes begann 1965. Zu diesem Zeitpunkt fanden das Gründerehepaar Max und Erika Huyssen einen geeigneten Ort, um ihre Vision in die Tat umzusetzen. Zunächst erwarben sie eine ehemalige Privatklinik für an der Schilddrüse erkrankte Menschen, die sogenannte „Kropfklinik“. Dieses Haus bekam den Namen „Haus Rehoboth“, was aus dem Hebräischen übertragen bedeutet, dass Gott weiten Raum schafft. Es sollte ein Platz sein, wo Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation besonders bedürftig sind, eine Heimat finden würden. Ihr christlicher Glaube veranlasste sie unter großem persönlichen Einsatz und Opfern diese Einrichtung Schritt für Schritt aufzubauen. Diese Prägung ist bis heute zu spüren und stellt die Basis unserer Arbeit dar.

Im Jahr 1995 wurde das „Haus Rehoboth“ in Lebens- und Pflegezentrum Steinbach umbenannt. Damit wollte man der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen, dass zum Einen ein Wechsel vom Altenwohnheim zum Altenpflegeheim stattgefunden hat, zum Anderen, weil der Christliche Hilfsdienst ganz bewusst auch jüngere Pflegebedürftige, sowie körperlich und geistig Behinderte aufnimmt, was in der Altenhilfe nicht unbedingt üblich ist. 2006 wurde das Haus am Klostergarten als weitere vollstationäre Pflegeeinrichtung in Rheinmünster/Schwarzach eröffnet. 2009 erfolgte der Aufbau eines ambulanten Pflegedienstes. Parallel wurde regelmäßig dem Anliegen an Seelsorge und Beratung Rechnung getragen. Deshalb kam es zur Gründung der psychosozialen Beratungsstelle Doppelpunkt. Die Beratungsstelle verantwortet seit 2012 neben der ambulanten Beratung ein Begleitetes Wohnen. Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die aufgrund verschiedener Ursachen für eine begrenzte Zeit Begleitung (Hilfe) benötigen.

Heute ist der Christliche Hilfsdienst als diakonische Einrichtung in folgenden Arbeitsbereichen tätig:

  • stationäre Altenpflege: Lebens-und Pflegezentrum (BAD-Steinbach), Haus am Klostergarten (Rheinmünster-Schwarzach)
  • ambulanter Pflegedienst (Einzugsgebiet BAD-Steinbach, Rheinmünster Schwarzach)
  • psychosoziale Beratungsstelle Doppelpunkt (BAD-Steinbach, Bühl, Willstätt)
  • Begleitetes Wohnen (BAD-Steinbach)

 

Die strukturelle Weiterentwicklung des Leitbildes

Der Christliche Hilfsdienst hat eine Struktur, die dem üblichen Organisationsschema einer diakonischen Einrichtung entspricht. Die Arbeit wird getragen durch den CHD e.V., dessen Mitglieder sich als diakonische Gemeinschaft verstehen. Der Vorstand des Trägervereins ist als geschäftsführender Vorstand stark in den Alltag der Arbeit eingebunden. Dadurch ergibt sich eine enge Abstimmung zwischen der Leitung und den einzelnen Arbeitsbereichen. Die einzelnen Arbeitsbereiche erarbeiten eigene Leitbilder, die sich vom Leitbild des CHD ableiten. Im täglichen Miteinander soll das Leitbild sich immer wieder bewähren und Maßstab für das Handeln der Mitarbeiter sein.

 

Das christliche Menschenbild

Wir sind überzeugt, dass das Menschenbild im Sinne der Anthropologie, den Umgang mit dem Menschen prägt. Deshalb betonen wir, dass wir uns dem christlichen Menschenbild verpflichtet wissen:

Jeder Mensch ist ein von Gott gewolltes und geliebtes Geschöpf und hat deshalb, unabhängig von Verfassung und Leistung, einen wunderbaren, individuellen Wert. Jeder Mensch ist geschaffen als Einheit von Körper, Psyche (Denken, Fühlen, Handeln), Geist (Gottesbeziehung). Alle drei Bereiche stehen in einem engen Zusammenhang und lassen sich nicht voneinander trennen.

 

Der diakonische Auftrag

In jeder Gesellschaft, gibt es Menschen, die nicht in der Lage sind, eigenständig ihr Leben zu gestalten und zu bewältigen. Ihnen Helfer-Diener (Diakon) zu sein, haben Christen, neben der Weitergabe des Evangeliums, schon immer als Auftrag gesehen. Es ist das Besondere christlicher Auferstehungshoffnung, Unvollkommenheit als Teil und Kennzeichen menschlichen Lebens anzunehmen. In diesem Sinne verstehen auch wir unsere Dienstleistung.

 

Der Umgang mit dem Bewohner/Klienten

Der Umgang mit dem Bewohner/Klienten ist immer eine Begegnung mit dem einmaligen und ganzen Menschen. Wir respektieren seine Privatsphäre. Dazu gehört, dass wir Wohn- und Lebensraum des Einzelnen anerkennen und schützen. Bewusst wollen wir mit den Stärken und Möglichkeiten, d.h. ressourcenorientiert, arbeiten. Dabei achten wir darauf, was für ein Verständnis von Lebensqualität der Bewohner/Klient vorgibt. Danach richtet sich der Umfang der Begleitung.

 

Der Umgang mit dem Mitarbeiter

Voraussetzung für ein Handeln im Sinne unseres Leitbildes sind Mitarbeiter, die sich mit unserem christlich-diakonischen Auftrag identifizieren und die sich verantwortungsbewusst und engagiert an der Arbeit des Christlichen Hilfsdienstes beteiligen. Dazu ist es wichtig, dass Mitarbeiter und Dienstgeber vertrauensvoll als Dienstgemeinschaft zusammen arbeiten. Dies kann geschehen durch ein ständiges Aufeinander- Zugehen und eine gute Kommunikation. Dem Mitarbeiter werden Strukturen, Verantwortungsbereiche und Handlungsweisen verständlich erläutert. Gesamtverantwortliches Denken und Handeln des Mitarbeiters ist uns wichtig. Engagement, Kreativität und konstruktive Kritik sind erwünscht. Aufgaben und Kompetenzen werden abgesprochen oder in Stellenbeschreibungen festgelegt. Dabei achten wir auf die persönliche Eignung und auf die berufliche Qualifikation des Einzelnen. Wir unterstützen und fördern es, wo geeignete Mitarbeiter sich nachträglich eine berufliche Qualifikation erwerben. Um die Dienstleistungsqualität zu sichern und die berufliche Kompetenz des Mitarbeiters zu fördern, soll kontinuierlich für geeignete Maßnahmen und Fortbildungsangebote gesorgt sein.

 

Der Umgang mit der Umwelt

Wir sehen unsere Umwelt als ein von Gott anvertrautes Gut, mit dem wir sorgfältig und verantwortungsbewusst umgehen wollen. Deshalb achten wir nach Möglichkeit auf umweltgerechtes Arbeiten der Mitarbeiter, auf umweltverträgliche Produkte und auf ökologische Müllentsorgung.

 

Professionelle und effiziente Arbeitsweise

Im Blick auf Menschenbild und diakonischen Auftrag sehen wir uns verpflichtet, unsere Arbeitsweise, sei es im Zusammenhang mit dem Bewohner/Klienten, sei es haus- oder betriebswirtschaftlich, so professionell wie möglich zu gestalten.

Ebenso sind wir herausgefordert, die Ablauforganisation und die einzelnen Arbeitsabläufe effizient zu organisieren. Dadurch sichern wir die Qualität unserer Arbeit.

Sich ändernde Bedürfnisse und Gegebenheiten bei den Bewohnern/Klienten oder bei der Einrichtung erfordern eine ständige Überprüfung und Optimierung.

 

Wirtschaftliche Arbeitsweise

Dieser Bereich steht in einem engen Zusammenhang mit einer professionellen und effizienten Arbeitsweise. Der CHD ist ein Non-Profit-Unternehmen. Gerade dies verpflichtet uns zu einer wirtschaftlich verantwortungsbewussten, transparenten und kundenorientierten Arbeit. Sie wird regelmäßig überprüft und den Gegebenheiten angepasst, um Qualität und Bestand zu sichern.

 

Die Außenwirkung des Christlichen Hilfsdienstes

Der Christliche Hilfsdienst sieht sich als Teil des regionalen Gefüges. Wir verstehen unsere Arbeit nicht nur als eine Dienstleistung an Hilfebedürftigen, sondern als Auftrag vor Gott und der Gesellschaft. Deswegen ist es uns wichtig, über unsere Arbeit und unsere Beweggründe zu reden und sie auch den Menschen um uns herum zur Kenntnis zu bringen. Letztlich will der Christliche Hilfsdienst nicht nur seinen Arbeitsauftrag erfüllen, sondern auch Impulse in die Gesellschaft geben. Gelebter Glaube und tätige Nächstenliebe sollen Mut machen und zur Nachfolge Jesu herausfordern. Der CHD will deshalb durch öffentliche Veranstaltungen und Angebote immer wieder einladen, sich mit der Arbeit, aber auch mit der christlichen Motivation, die unserer Arbeit zugrunde liegt, auseinander zu setzen.

 

Die Entwicklung von neuen Dienstleistungen

Es ist uns bewusst, dass wir auf einem Weg sind und sich immer wieder Verbesserungspotentiale auftun. Gerade deswegen will Vorstand und seine leitenden Mitarbeiter wieder prüfen, wo die Arbeit effektiver gestaltet oder ausgebaut werden kann. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist dann nicht nur eine Managementaufgabe, sondern Teil unseres Selbstverständnisses und ein Schrittmacher zur Weiterentwicklung des CHD.